Deutsche Literaturpreise

Deutsche Literaturpreise

Fast 1.000 Literaturpreise werden jährlich in Deutschland vergeben – große, hoch dotierte Auszeichnungen, aber auch viele kleine, lokale Prämien und Stipendien. 9,4 Millionen Euro beträgt die Summe aller Preisgelder nach einer Recherche der Süddeutschen Zeitung. Verteilt werden diese durch staatliche Institutionen, Verbände, Akademien, Stiftungen, Verlage, Vereine, aber auch durch Einzelpersonen. Wir haben eine Auswahl der Preisträger dieses Jahres für Sie zusammengestellt.






Zum 10. Mal wurde der Internationale Literaturpreis durch das Haus der Kulturen der Welt zusammen mit der Stiftung Elementarteilchen verliehen. Ausgezeichnet wird herausragende Erzählliteratur in hervorragender Übersetzung aus allen Ländern der Welt. 2018 ging der Preis an die Autorin Ivana Sajko und die Übersetzerin Alida Bremer für das Buch „Liebesroman“ und seine Übertragung aus dem Kroatischen.




Die Jury des Joseph-Breitbach-Preises zeichnete in diesem Jahr Arno Geiger für sein literarisches Gesamtwerk aus, besonders hervorgehoben wurde sein jüngstes Buch „Unter der Drachenwand“. Der Preis zählt mit 50.000 Euro zu den höchstdotierten Auszeichnungen in Deutschland und geht auf den deutsch-französischen Publizisten und Schriftsteller Breitbach zurück, der in seinem Testament die Einrichtung eines Literaturpreises verfügte. Die Verleihung erfolgt in Koblenz.




Die diesjährigen Träger der Anna-Seghers-Preise sind der Brasilianer Julián Fuks und die Berliner Autorin Manja Präkels. Der mit derzeit 8.000 Euro dotierte Preis wird an Nachwuchsautoren aus dem deutschen Sprachraum und aus Lateinamerika verliehen, die im Sinne von Anna Seghers mit den Mitteln der Kunst zur Entstehung einer gerechteren menschlichen Gesellschaft beitragen möchten. Die Auswahl der Preisträger übernehmen im jährlichen Wechsel von der Stiftung beauftragte Persönlichkeiten aus dem literarischen Leben.




Terézia Mora, Übersetzerin und Autorin, wurde in diesem Jahr der mit 50.000 Euro dotierte BüchnerPreis verliehen. Der Georg-Büchner-Preis gilt als eine der wichtigsten literarischen Auszeichnungen in Deutschland. Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt vergibt ihn seit 1951 an Schriftsteller, die „durch ihre Arbeiten und Werke in besonderem Maße hervortreten“ und „an der Gestaltung des gegenwärtigen deutschen Kulturlebens wesentlichen Anteil haben“.




Der diesjährige Konrad-Wolf-Preis der Akademie der Künste geht an die unabhängige, kosmopolitische und interdisziplinäre Kulturzeitschrift Lettre International. Die Juroren würdigen mit ihrer Wahl die intellektuelle Arbeit einer Kulturzeitschrift, die allen Künsten Raum gibt und insbesondere den darstellenden Künsten nicht nur regelmäßig ein Podium bietet, sondern ihnen einen jährlichen Schwerpunkt widmet.




Eine Auszeichung der besonderen Art erhielt in diesem Jahr Clemens Meyer: Er ist neuer Stadt- schreiber von Bergen-Enkheim. Als 45. Amtsinhaber kann der Autor ein Jahr lang im Stadtschreiberhaus im Frankfurter Stadtteil Bergen wohnen und arbeiten. Zusätzlich zum Wohnrecht erhält er ein Preisgeld von 20.000 Euro. In Bergen-Enkheim wurde vor über 40 Jahren das symbolische Amt des Stadtschreibers erfunden, das später von zahlreichen anderen Städten aufgegriffen wurde.




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